Tag Archive - Zukunft des Journalismus

Mediactive

Ein Buch, ein eBook, eine Website, ein Projekt. Dan Gillmor, US-Journalist-Unternehmer-Dozent beschäftigt sich erneut mit der Zukunft des Journalismus. Seine These ist, dass möglichst viele Menschen mediactive sein sollten. Nicht jeder müsse Journalist sein, doch je mehr Bürger wüssten, was Journalismus ausmache, desto besser werde die Zukunft des Journalismus sein. Heute produziere schließlich nahezu jeder Mensch mit Internetanschluss Medien, von denen ein guter Teil durchaus den Ansprüchen an Journalismus gerecht werde.

Gillmor schildert die Journalismus ausmachenden Prinzipien, führt technische Voraussetzungen ein, wirft einen Blick auf die (US-amerikanische) Medienlandschaft. Vor allem aber betont er wieder und wieder die einfachen, aber notwendigen handwerklichen Voraussetzungen für glaubwürdigen Journalismus. Schließlich skizziert er, wie der Journalismus durch Unternehmerlust gerettet werden könnte.

Das gedruckte Buch (bei Lulu.com unter Creative-Commons-Lizenz verlegt) ist nur der Ausgangspunkt eines weitergehenden Projektes. Das eBook ist gespickt mit Links, Buch wie eBook sollen regelmäßig aktualisiert werden. Auf der Website mediactive.com ist das Buch komplett hinterlegt, aufgeteilt in bildschirmgerechte Häppchen und mit der deutlichen Aufforderung zu kommentieren. Dort finden sich neben den Prinzipien (für Konsumenten und für Medienschaffende) auch die Quellen, die ebenfalls regelmäßig aktualisiert werden sollen.

Journalismus 2020

Perspektiven für den Journalismus in der digitalen Moderne wollen wir bieten. Im Policy Brief genannten Destillat aus einem Jahr Projektarbeit stellen wir unsere Ideen für die Zukunft des unabhängigen und ressourcenstarken Journalismus vor. Wir, das sind die Associates der Berliner Stiftung Neue Verantwortung, eines Think Tank, der uns 2010/2011 für ein Projekt zur “Zukunft des Journalismus” eingeladen hat.

Mitgemacht und mitgeschrieben haben unter der Leitung von Leonard Novy (Institut für die Wissenschaft vom Menschen, Wien) Sven Böll (SPIEGEL), Leif Kramp (Universität Bremen), Stefan Leifert (ZDF), Florian Meyer-Hawranek (freier Journalist), Björn Schmidt (Axel Springer Verlag), Dominic Schwickert (IFOK) und Karsten Wenzlaff (Institut für Kommunikation in sozialen Medien, Berlin). Und ich.

Dass eine demokratische Öffentlichkeit Journalismus braucht, bedeutet noch nicht automatisch, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen guten Journalismus ermöglichen. Vor allem der Printbereich hat in den vergangenen Jahren unter Finanzierungsproblemen gelitten. Im Policy Brief veruschen wir zu ergründen, mit welchen Ideen auch in Zukunft Journalismus möglich sein wird.

Das 12-seitige PDF-Dokument gibt’s bei der Stiftung Neue Verantwortung zum Download.