Tag Archive - Journalismus in der digitalen Moderne

Crowdsourcing bei der Süddeutschen Zeitung

Die Süddeutsche nimmt im Projekt “Die Recherche” Aufträge von ihren Lesern an. Dabei soll nicht die Recherche ausgelagert werden, sondern entsprechend der Interessen der abstimmenden Lesermehrheit transparent recherchiert werden. Zur monatlichen Abstimmung stehen Themen, die von Lesern nachgefragt sind. Während der Recherche werden die Ergebnisse geteilt, nach einem Monat die Ergebnisse präsentiert. Anregungen sind jederzeit willkommen.

Süddeutsche.de-Chefredakteur Stefan Plöchinger erklärt im Next Media Blog-Interview das Konzept.

Die Süddeutsche Zeitung ist mit dem Projekt der erste große Verlag, der sich ans Crowdsourcing wagt. Die Branchenhaltung reicht vom spöttischen Achselzucken über das Armutszeugnis jener Journalisten, die zugeben, in manchen Fällen das Datenmateiral alleine nicht mehr zu beherrschen bis zum ungeduldigen Augenrollen, wann es endlich so richtig losgeht mit dem gemeinsamen recherchieren in Datenmassen. Ich bin gespannt auf das erste SZ-Recherche-Dossier.

Mathias Müller von Blumencron über den Aufbruch in die digitale Moderne

Daniel Bouhs hat die Diskussionsveranstaltung “Aufbruch in die digitale Moderne” zur Vorstellung unseres Sammelbandes “Journalismus in der digitalen Moderne” in Berlin mitgeschnitten. Hörenswert ist die Collage der Aussagen von Mathias Müller von Blumencron, die Daniel zusammengestellt hat.

Stefan Plöchinger: Wie innovativ Journalismus sein muss

Wir hatten Stefan Plöchinger, Chefredakteur von Süddeutsche.de, um einen Beitrag für “Journalismus in der digitalen Moderne” gebeten. Der Text macht Appetit auf mehr und ist seit heute in Stefans tumblr-Blog online: Wie innovativ Journalismus sein muss.

Simone Janson: Was können Verlage von freien Autoren lernen?

Berufebilder-Gründerin Simone Janson hat für unseren Sammelband “Journalismus in der digitalen Moderne” notiert, was Verlage von freien Journalisten lernen können. Den spannenden Text gibt es bei Carta.

Diskussion in Berlin: Aufbruch in die digitale Moderne

Das Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung der Universität Bremen lädt am 21. März gemeinsam mit der Bevollmächtigten der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa und Staatsrätin für Integration Ulrike Hiller zu einer Podiumsdiskussion zum Thema “Aufbruch in die digitale Moderne. Journalismus unter Innovationsdruck” in die Landesvertretung Bremens in Berlin.

Anlass ist die Veröffentlichung des Sammelbandes „Journalismus in der digitalen Moderne: Einsichten – Ansichten – Aussichten“ (Springer VS), der von ZeMKI-Mitglied Dr. Leif Kramp mitherausgegeben wird.

Das Internet, soziale Medien und Technologien mobiler Kommunikation stehen für grundlegende Umwälzungen, die etablierte Medienorganisationen unter massiven Anpassungsdruck setzen. Neue Strukturen entstehen, die Geschäftsmodelle und Denkweisen herausfordern. Der Journalismus in Deutschland steht am Scheideweg: Eine zunehmende Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse durch Massenentlassungen und Schließung ganzer Redaktionen stehen Versuchen gegenüber, Arbeitsweisen und Angebote zu innovieren. Durch die Verbreitung digitaler Medien ergeben sich für Nachrichtenorganisationen und den Journalismus als Kernelement moderner Demokratien neue Gefahren, aber auch Chancen. Mit prominenten Journalisten soll konkret diskutiert werden, wie innovative Ansätze für einen Journalismus umgesetzt werden können, der sich an den gesellschaftlichen und technologischen Realitäten des 21. Jahrhunderts neu ausrichten muss.

Es diskutieren:

Mathias Müller von Blumencron (Chefredakteur, DER SPIEGEL)

Philip Grassmann (Stellv. Chefredakteur, der Freitag)

Jessica Binsch (Digitaljournalistin, dpa)

Nicolas Kayser-Bril (CEO Journalism++)

gemeinsam mit den Herausgebern des Bandes Dr. Leif Kramp (ZeMKI, Universität Bremen), Dr. Leonard Novy (IfM – Institut für Medien- und Kommunikationspolitik, Berlin), Dr. Dennis Ballwieser (SPIEGEL ONLINE) und Karsten Wenzlaff (ikosom – Institut für Kommunikation in sozialen Medien, Berlin).

Datum: Donnerstag, 21. März 2013
Beginn: 18:30 Uhr
Ort: Hiroshimastraße 24, 10785 Berlin-Tiergarten

Für diese Veranstaltung steht nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung. Um Anmeldung wird gebeten an:

Dr. Leif Kramp
Universität Bremen
ZeMKI, Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung
Linzer Straße 4, 28359 Bremen
Telefax 0421 – 218 98 67 652
E-Mail: kramp[at]uni-bremen.de