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Ab 13. Februar 2014: “Ein rätselhafter Patient” als Buch

Die SPIEGEL ONLINE-Kolumne “Ein rätselhafter Patient” gibt es ab Februar 2014 als Buch. Heike Le Ker und ich haben unsere 55 spannendsten Fälle herausgesucht und präsentieren sie in einem feinen, kleinen Paperback.

Manche Patienten machen Ärzte ratlos. Zum Beispiel die 72-Jährige, die immer wieder Geräusche im Ohr hat. Ein Tinnitus-Verdacht bestätigt sich nicht. Aber was ist es? Hausarzt, HNO-Spezialist, Internist, Orthopäde, Neurologe, Kardiologe – alle sind ratlos. Doch dann kommt ein Arzt, der genauer hinschaut. Heike Le Ker und ich stellen spannende Fälle aus der medizinischen Praxis vor, bei denen die behandelnden Ärzte mindestens zweimal nachdenken mussten, um auf die richtige Diagnose zu kommen. Der Leser kann so auf unterhaltsame Weise einen Blick hinter die Kulissen der Detektivarbeit werfen, die Ärzte jeden Tag leisten. Über die Fallgeschichten hinaus gibt es Informationen zu den Krankheiten und in einem Nachwort geben wir dem Leser kurz und prägnant Tipps, wie sie den eigenen Arztbesuch so vorbereiten können, dass sie möglichst nicht als rätselhafter Patient enden.

Dennis Ballwieser und Heike Le Ker. Ein rätselhafter Patient. Die aufregende Suche nach der richtigen Diagnose – 55 wahre Geschichten. ISBN: 978-3-462-04649-6, PaperbackKiwi 1104, erscheint am 13.02.2014 zum Preis von 9,99 € (Deutschland), 10,30 € (Österreich) bzw. 14,50 sFr (Schweiz). Mehr Informationen gibt es hier bei Kiepenheuer & Witsch.

Ken Doctor über die Zukunft des deutschen Journalismus

Ken Doctor, Autor von Newsonomics und Newsonomics.com, Ex-Knight Ridder- und heutiger Outsell-Mitarbeiter, beschäftigt sich mit der Zukunft der Medien in Deutschland. Für das Nieman Journalism Lab hat er die Newsonomics der deutschen Presse in ihrem – aus seiner Sicht – entscheidenden Jahr der unumkehrbaren Veränderungen beschrieben. Den Text dazu – 2013 – gibt es hier, den Ausblick, wie Deutschland im Jahr 2014 durch die Medienkrise kommt, hier.

2013

Es geht zunächst um den Springer/Funke-Verkauf, den Doctor in seiner Schockwirkung für die Branche mit dem Graham/Bezos-Deal der “Washington Post” vergleicht. Die üblichen Verdächtigen geben ihre Einschätzung zur Lage zum Besten, der Niedergang von FTD, FR und Westfälischer Rundschau wird notiert. Doctor ist auf der Suche nach transatlantisch gültigen Lehren.

German publishers, of course, didn’t expect this world. These institutions backed by family pride — most newspapers are still held by long-established, mainly privately held, family-directed institutions — have long disproportionately invested in their newsrooms.

Doctor seziert die Besonderheiten des deutschen Marktes, weist auf die hohen deutschen Newsroom-Kosten hin, erklärt die Mechanik  hinter dem Springer/Funke-Geschäft und zeigt die Ähnlichkeiten zwischen Springer und Schibsted auf. Selbst der Silicon-Valley-Tourismus bleibt nicht unbemerkt.

Ken Doctor benennt das Problem, dass deutschsprachige Medien eben nur weniger als ein Zehntel potentieller Nutzer haben als englischsprachige. Und dennoch, so die Schlussfolgerung, könne die Welt etwas lernen vom deutschen Markt und insbesondere dem Springer/Funke-Geschäft: Dass es nämlich auf das Wie des Verkaufs ankommt. Funke kauft zwar Springer viele Titel ab, doch Vermarktung und Vertrieb bleiben mehrheitlich bei Springer.

2014

Nächstes Jahr geht es nach Doctors Meinung vor allem um die Frage, was nach dem Anzeigenzeitalter kommt. Er greift den gerade bekannt gewordenen Plan der Mediengruppe Madsack auf, eine Zentralredaktion für die internationale und nationale Berichterstattung ihrer entscheidenden Blätter in Hannover aufzubauen. Aufmerksamkeit erregen auch die Pläne einiger Verlage, werbefreie Premiumangebote anzubieten. Doctor zitiert Thomas Schultz-Homberg von der FAZ  mit Preisen zwischen 80 und 90 Euro monatlich für eine werbefreie, gedruckte FAZ.

Germany’s privacy protections offer a unique challenge to metered paywalls. Blocking cookies is far easier in Germany — more like a default — than it is elsewhere. Consequently, 30 to 50 percent of news readers’ reading can’t be easily metered by contemporary paywall systems.

Erstaunt notiert Doctor die Paywall-Pläne der FAZ, die 2014 kommt und bei Preisen ab etwa 30 Euro (Print) bis über 80 Euro (Print und Digital) liegen wird. Im Unterschied zu anderen Verlagen trauten sich die Frankfurter, ihre Eigenproduktionen zahlenden Kunden vorzubehalten.

It’s tough to say which Press — U.S. or German — is under greater stress at this point. What’s clear is that two of largest free presses in the world are desperately looking for solutions.

Gemeinsam sei den Märkten die alternde Bevölkerung, die fallenden Werbeumsätze, das Leiden der Regionalzeitungen, der Mangel an Printlesern und die nach wie vor vergleichsweise hohen Renditen. Der größte Unterschied sei, dass die meisten deutschen Zeitungen nach wie vor in Familienhand seien.

Problematisch sei die Haltung vieler Deutscher, neue Technologien und deren Nutzer als das Problem anzusehen. Und es fehle sowohl an Unternehmergeist als auch an gemeinschaftlich finanziertem Journalismus. Ken Doctor scheint die Hoffnung zu fehlen, dass sich an diesen Eigenschaften etwas ändern würde.

Stefan Plöchingers acht Thesen zur Zukunft des Journalismus

Gewohnt bedenkenswert und in voller Länge hier bei tumblr. Keine einfache Antwort auf allumfassende Probleme und auch nicht die eine Lösung für alle, sondern vor allem der Appell, sich auf die digitale Moderne einzulassen.

Digitale Moderne: “Stimmige Situationsbeschreibung”

Thomas Mrazek hat für den BJVreport (S. 31) unser Buch “Journalismus in der digitalen Moderne” rezensiert. Sein Urteil: “Der Leser kann sich mit diesem Werk einen fundierten und manchmal auch sehr inspirierenden Eindruck über den Stand der Dinge in unserem Metier verschaffen.”

Das Buch gibt es als Softcover für 29,99 € oder als eBook (ohne DRM, mit Wasserzeichen) für 22,99 € bei SpringerVS oder Amazon und im Buchhandel.

Schon gelesen? Journalismus in der digitalen Moderne

KNBW_Journalismus_MailGemeinsam mit Leif Kramp, Leonard Novy und Karsten Wenzlaff gebe ich den Sammelband “Journalismus in der digitalen Moderne” heraus, den Ihr jetzt bestellen könnt.

Digital gibt es das Buch als PDF ohne DRM mit Wasserzeichen beim Springer VS Verlag, als Softcover ebenfalls dort oder zum Beispiel bei Amazon.

Darum geht’s: Das Internet, soziale Medien und Technologien mobiler Kommunikation stehen für grundlegende Umwälzungen, die etablierte Medienorganisationen unter massiven Anpassungsdruck setzen. Neue Strukturen entstehen, die Geschäftsmodelle und Denkweisen herausfordern. Das Buch liefert eine facettenreiche Analyse der Veränderungen, die sich aus der Verbreitung digitaler Medien für Nachrichtenorganisationen und den Journalismus als Kernelement moderner Demokratien ergeben. Es behandelt die Pressekrise und diskutiert innovative Ansätze der Finanzierung und Produktion von Journalismus, der sich an den gesellschaftlichen und technologischen Realitäten des 21. Jahrhunderts neu ausrichten muss.

Herausgegeben von Leif Kramp, Leonard Novy, Dennis Ballwieser und Karsten Wenzlaff. Journalismus in der digitalen Moderne. Springer VS, Wiesbaden. ISBN 978-3-658-01143-7. 29,99 € (Softcover), 22,99 € (E-Book).

Lebenslügen

Stephan Dörner (WSJ.de) stellt im Onlinejournalismusblog die fünf Lebenslügen der Digitalen Avantgarde jenen der deutschen Verleger gegenüber. Schlaue und lesenswerte Analyse, auch wenn Dörner selbstverständich kein Allheilmittel kennt. Sein Schluss, die Zukunft des Journalismus verberge sich im Potential der Onlinewerbung, ist nicht ganz neu. Und fraglich ist, wann – und ausgelöst wodurch? – die für Onlinewerbung gezahlten Preise steigen werden. Und ob sie auch dort in einem nennenswerten Maß steigen, wo es in den kommenden Jahren ganz besonders darauf ankommen wird: Überall, wo Lokal- und Regionalzeitungen eingestellt werden.

2013 im Buchhandel: Journalismus in der digitalen Moderne

Das Internet, soziale Medien und Technologien mobiler Kommunikation stehen für grundlegende Umwälzungen, die etablierte Medienorganisationen unter massiven Anpassungsdruck setzen. Neue Strukturen entstehen, die Geschäftsmodelle und Denkweisen herausfordern. Das Buch liefert eine facettenreiche Analyse der Veränderungen, die sich aus der Verbreitung digitaler Medien für Nachrichtenorganisationen und den Journalismus als Kernelement moderner Demokratien ergeben. Es behandelt die Pressekrise und diskutiert innovative Ansätze der Finanzierung und Produktion von Journalismus, der sich an den gesellschaftlichen und technologischen Realitäten des 21. Jahrhunderts neu ausrichten muss.

Herausgegeben von Leif Kramp, Leonard Novy, Dennis Ballwieser und Karsten Wenzlaff. Journalismus in der digitalen Moderne. Springer VS, Wiesbaden. ISBN 978-3-658-01143-7. 29,95 €